Die Kelter

Was wäre der »untere Flecken« ohne die Kelter! Mit ihrem riesigen Dach und dem Platz um sie herum, demonstriert sie noch heute ihre Wichtigkeit in der Ortsgeschichte. Abgesehen davon, dass schon einige Vorschläge diskutiert wurden, was mit dieser kostbaren Fläche besser anzufangen sei, hat sie ihre ursprüngliche Bestimmung bis heute behauptet. Aber auch den verschiedenen Gemeindefesten bietet sie gerne Unterschlupf. Ihr sehenswertes Gebälk und der charakteristische Duft geben eine vorzügliche Kulisse dafür ab. karte_kelter.jpg (19948 Byte)


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Nach einer Holztafel, die um 1950 entdeckt wurde, entstand das Gebäude unter Herzog Eberhard Ludwig durch seinen »Werkmeister« Peter Hertzler im Jahr 1713. Doch steht urkundlich fest, dass 400 Jahre früher an gleicher Stelle das Kloster Bebenhausen schon eine Kelter besaß, die später um 200 Gulden an den Grafen Ulrich von Württemberg überging. Schließlich hatte dieser hier die besten Weingärten und den größten Grundbesitz. Leider ist von den 7 Kelterbäumen nichts mehr zu sehen. Sie sind von den Holzpressen und später von der hydraulischen Presse verdrängt worden. Trotzdem lohnt sich ein Besuch. Sehen Sie doch einfach mal hinein, wenn in Herbstzeiten die Türen weit geöffnet sind.

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Text&Bild: Martin Dolde
Fotografie: Sascha Bauer
Layout&Illustration: Sascha Bauer
Datum: 01.06.07